Vorab: ich bin weder Arzt noch Apotheker sondern Patientin. Und daher sehr interessiert an den Zusammenhängen in unserem Körper. 

 

Was sagt Anthony William zum Thema „Fett und hormonelles Ungleichgewicht“?

Immer wieder hört man, dass man bestimmte Fettsäuren nicht selbst produzieren kann und somit essen muss. Aber wusstest du, dass unser Körper in der Lage ist, benötigte Fette selbst herzustellen aus Zucker und Proteinen? Im Umkehrschluss eigentlich logisch, oder? Lediglich die ungesättigten Fettsäuren EPA und DHA können wir nicht herstellen.

Das mit der Fettaufnahme durch Essen kann man sich so vorstellen wie ein Spülbecken, das mit Wasser gefüllt ist. Wenn man eine Pfanne, in der etwas Fettiges gebraten wurde, darin abwäschst, braucht man Spülmittel und muss schrubben. Und dann ist es immer noch nicht so einfach, das Fett von der Pfanne ab zu bekommen.

Ähnlich läuft es auch in unserem Körper. Wasser ist unser Lösungsmittel (Blut und Lymphe bestehen aus Wasser). Und wenn man sich ein Glas mit Zucker im Spülbecken vorstellt: Zucker löst sich im Wasser auf und Fette eben nicht, sie sind nicht wasserlöslich.  

Und wie war das jetzt mit Fett und dem hormonellen Ungleichgewicht?

Anthony William sieht das wie folgt: Fettreiche Ernährung führt zu einem hormonellen Ungleichgewicht. Egal ob Du Butter oder Kokosöl wählst, es wird sich über kurz oder lang im Herzen, in den Arterien, in den Venen ansammeln und ablagern. Wenn Du Fette isst, müssen sie fein zerteilt und abgebaut werden. Deine Galle muss das Fett abbauen. Adrenalin ist ein Fettverdünner. Wenn Deine Galle überbelastet und erschöpft ist, muss Adrenalin her halten. Adrenalin wird in den Nebennieren hergestellt, die durch diese Aufgabe regelrecht ausbrennen. Jetzt haben die Nebennieren aber noch andere Aufgaben: sie produzieren Fortpflanzungshormone, Glückshormone. Die Nebennieren produzieren unsere Hormone. Wenn sie aber völlig überlastet ist durch die Produktion des Fettlöse-Stoffs Adrenalin, hat sie keine Kapazität mehr für die Hormone. Außerdem belasten wir unsere Leber über ihre Grenzen, um Gallflüssigkeit herzustellen. 

Mein Fazit ist jetzt nicht, dass ich sparsam Fette esse, denn das tue ich inzwischen sowieso. Das Adrenalin hatte ich nicht auf dem Schirm. Das Verständnis zwischen Fetten und Hormonen ist jetzt größer und wird von mir künftig beachtet.

 

 

Bitte beachten: ich bin weder Arzt*in noch Apotheker*in. Die hier gegebenen Informationen sind kein ärztlicher Rat und nicht als Ersatz eines solchen gedacht. Die Bücher sind selbst bezahlt und nicht gesponsert.

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